Weiterbildung

Weiterbildung: Geht das auch in Teilzeit?

Sie haben sich für eine berufliche Weiterbildung entschieden, wissen aber nicht, ob Sie diese nun Vollzeit oder berufsbegleitend absolvieren sollen? Die Entscheidung ist tatsächlich nicht ganz einfach, denn sie hängt von Ihrer persönlichen Lebenssituation ab. Hier finden Sie einige Details, die Ihnen vielleicht bei der Entscheidung helfen.

Weiterbildung als Präsenzunterricht

Ein Viertel aller Weiterbildungen in Deutschland werden aus privatem Antrieb und zur beruflichen Qualifizierung begonnen. Und obwohl Erwachsenenbildung alles andere als Schulbildung ist, orientiert sie sich daran. Etwa beim so genannten Präsenzunterricht, wie er auch am ELBCAMPUS die Regel ist. Es gibt Unterrichtseinheiten mit anwesenden Lehrkräften, feste Prüfungszeiten und zertifizierte Abschlüsse. Im Gegensatz zum Schulunterricht allerdings stehen berufsspezifische Anforderungen der Teilnehmer und ihre lebenspraktischen Erfahrungen im Mittelpunkt des Kurses. Diese Form der Weiterbildung wird bei sehr praktischen Kursen, etwa im Handwerk, noch immer bevorzugt. Sie ist gut für Sie, wenn Sie lieber in der Gruppe als allein lernen und direkt mit Dozenten und anderen Teilnehmern über die Themen sprechen möchten.

Vollzeit versus Teilzeit

Berufsbegleitend oder als Vollzeit-Tageskurs – beide Formen sind bei Präsenzkursen möglich. Ein Vollzeitkurs bietet den Vorteil, dass Sie sich nur auf eine Sache konzentrieren müssen, nämlich Ihre Weiterbildung. Sie kommen vergleichsweise schnell zu einem Abschluss und können Ihre Höherqualifikation rasch im Berufsalltag einsetzen. Der Nachteil ist, dass Sie gegebenenfalls eine gute Stellung aufgeben müssen und sich und Ihre Familie finanziell anderweitig, etwa mit Hilfe von Meister-Bafög, absichern müssen.

Berufsbegleitend oder Teilzeit ist die richtige Wahl für alle, die sich zum Beispiel aus finanziellen Gründen keinen Vollzeitkurs leisten können. Oder einen sicheren Job nicht verlieren möchten. Teilzeit ist aber auch gut für Sie, wenn Sie sich mehr Zeitfenster zum Lernen schaffen möchten und es nicht so eilig mit dem höheren Abschluss haben. Bedenken Sie aber, dass es durchaus anstrengend sein kann, abends nach der Arbeit noch eine Weiterbildung zu besuchen und dass Sie über einen längeren Zeitraum auf einen wesentlichen Teil Ihrer Freizeit verzichten müssen.

Sie können manchmal aber auch beide Formen kombinieren, zum Beispiel bei einer Meistervorbereitung. Ich empfehle dieses Vorgehen, denn es ist sowohl zeitlich als auch finanziell entlastend. Die kleineren Module III und IV „Ausbildung der Ausbilder“ und „Fachmann für kaufmännische Betriebsführung“ können Sie gut als Vollzeitkurse absolvieren – beispielsweise über den gesetzlich verbrieften Bildungsurlaub. Die längeren Hauptteile I und II bieten sich für eine berufsbegleitende Weiterbildung an. Das ist in der Regel finanziell etwas einfacher für die Teilnehmer und lässt mehr Zeiträume zum Lernen. Und: Sie können sofort in der Praxis ausprobieren, was Sie im Kurs gelernt haben.

Fernlernen

Eine berufliche Weiterbildung ist auch per Fernstudium oder per eLearning mit Hilfe von Webinaren möglich. Beim klassischen Fernstudium lernen Sie allein zu Hause und treffen nur ab und an Dozenten und andere Teilnehmer zu Blockseminaren. Sie müssen sich also gut selbst organisieren und motivieren können, um eine längere Weiterbildung erfolgreich zu überstehen.

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Die Weiterbildungsberaterin am ELBCAMPUS hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vielfältigen Biographien ihrer Kunden mit deren beruflichen Zielen unter einen Hut zu bringen. Hier im Blog gibt Sie Antworten auf Fragen, die ihr im Beratungsalltag immer wieder begegnen.

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